Dokumente und Daten
Die Frage nach dem Unterschied zwischen Dokumenten und Daten führt – wenn sie ernsthaft ausgebreitet wird – in philosophisches Terrain und berührt die Trennlinie zwischen geistiger und materieller Welt. Auch wenn ein Dokument dasselbe Datum enthält wie eine Datenbank – also zum Beispiel ein Bestelldatum –, unterscheiden sie sich. Die Bestellnummer in der Datenbank lässt sich innerhalb des Rechners semantisch verwerten und lässt sich im Sinne einer Tagesangabe manipulieren, beispielsweise lässt sich der Wochentag ermitteln. In einem Dokument ist das Datum bestenfalls eine Abfolge von ASCII-Codes, manchmal aber auch nur eine Ansammlung von Pixeln oder gar nur schwarzen Flecken auf einem Stück Papier. Erst die Übertragung in Daten, sei es im Rechner oder im Kopf des Menschen, macht die betreffenden Informationen wieder verarbeitbar. Und was der Unterschied dieser beiden Verarbeitungsformen ist, kann noch niemand eindeutig beantworten. Wir wissen nur so viel: Der Unterschied ist groß!
Aber auch ohne diesen Diskurs weiterzuführen, ist erkennbar, dass Dokumente für Menschen gemacht sind und Daten für Maschinen, die in diesem Fall ja auch treffend Datenverarbeitungsanlagen genannt werden.
Daten und Dokumente sind jedoch im Regelfall keine Anschauungsobjekte für angehende Philosophen, sondern dienen dem profanen Zweck der Informationsspeicherung und -übermittlung, welche in der Arbeitswelt in einen Geschäftsprozess eingebettet sind. Und sosehr es auch unser Bestreben ist, diese Prozesse zu automatisieren, werden Dokumente und Daten doch wie zwei Seiten einer Medaille dauerhaft nebeneinander stehen.
Auch wenn Geschäftsprozesse heute weitgehend automatisiert werden können – vollkommen vom Menschen losgelöst können sie nicht werden. Darum bleibt die Aufgabe dauerhaft bestehen, Daten aus Dokumenten zu extrahieren. Eine Aufgabe, der sich Océ Document Technologies verschrieben hat.
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